Vietnam: Aufbruchstimmung in Südostasien
Es waren stark unterschiedliche Länder, die die Alexander von Humboldt-Stiftung vom 11. bis 13. März 2002 in das Vietnamesisch-Deutsche Zentrum in Hanoi zum Südostasien-Kolloquium
eingeladen hatte. Die Hälfte der Teilnehmer stammte aus Vietnam, weitere kamen aus Indonesien, Malaysia, den Philippinen, Singapur und Thailand. Neben wissenschaftlichen Fragen erörterten die rund 50 Forscher Möglichkeiten für eine transnationale Zusammenarbeit. Und sie hatten dabei sehr präzise Vorstellungen.
Im Zentrum des Kolloquiums in Hanoi standen aus Sicht der rund 50 Forscherinnen und Forscher die Fragen nach den
Chancen und Wegen für eine transnationale Zusammenarbeit.
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Geprägt von Aufbruchstimmung charakterisierte Dr. Danwei Wang die Forschungssituation in Singapur. Das Land habe sich als Fertigungsstandort etabliert. Nun würde die Regierung die Forschung intensiv fördern. Dem standen Berichte wie der von Dr. Laksana
Tri Handoko aus Indonesien gegenüber, wo insbesondere die Grundlagenforschung "gleichermaßen unter politischen Instabilitäten und fehlender Förderung" leide. Als Erfolgsmodell beschrieb Handoko die Arbeit der Gruppe für "Theoretical Physics and Computation" am Indonesian Institute of Science. Durch multinationale Kooperationen und die Unterstützung der AvH habe man Forschungsprojekte initiiert, die sich ohne Regierungsmittel trügen.
Um Kräfte zu bündeln, schlug Professor Muhamad Bin Zakaria aus Malaysia die Gründung eines "Research Coordinating Committee for Southeast Asia" vor – ein Gremium, bei der die Humboldt-Stiftung "dank ihres einmaligen Netzwerkes eine hilfreiche Rolle spielen könnte".
Aufgewertet wurde das Kolloquium durch mehrere Humboldtianer, die hochrangige politische und gesellschaftliche Ämter bekleiden,
darunter zum Beispiel der stellvertretende Erziehungsminister Vietnams, Professor Tran Van Nhung. Erstmals öffnete die Humboldt-Stiftung ihr Kolloquium auch für 15 vielversprechende junge Akademiker aus Vietnam, die bereits mit einem Stipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes in Deutschland promovierten.
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