Nachrichten aus der Stiftung
Humboldtianer wollen wissenschaftliche Netzwerke in Südosteuropa ausbauen
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Eröffnungsfeier im Festsaal der
Ungarischen Akademie der Wissen-
schaften
Foto: Humboldt-Stiftung/Alema Hück |
Mehr wissenschaftliche Kooperationen über nationale und disziplinäre Grenzen hinweg sind das Ziel der Humboldtianer in Mittel- und Südosteuropa, die sich vom 6. bis 8. Mai 2011 zum Kolloquium in Budapest trafen.
Auf Einladung der Stiftung diskutierten 200 Alumni aus 15 Ländern die Rolle von Wissenschaft und Forschung in der Region. Gerade das Netzwerk der Humboldt-Stiftung stellt nach Ansicht der Wissenschaftler eine wichtige Basis für diese Zusammenarbeit dar.
Europa müsse angesichts des Wettbewerbs in der globalisierten Wissenschaft sowie im Hinblick auf internationale Krisen künftig mehr zusammenwachsen, betonte Norbert Kroó, Vizepräsident der Ungarischen Akademie der Wissenschaften und Humboldt-Forschungspreisträger. Auf die Beiträge kleinerer Länder könne Europa bei der Bewältigung globaler und europäischer Aufgaben nicht verzichten, ergänzte er mit Blick auf die Länder Südosteuropas. Der frühere ungarische Staatspräsident und Humboldtianer László Sólyom hob die besondere Rolle der Geisteswissenschaften in Südosteuropa hervor. Sie könnten helfen, nationale Unterschiede zu verstehen, Gemeinsamkeiten zu erkennen und so der Region eine gemeinsame Stimme in Europa zu geben.
Die Teilnehmer diskutierten während der Konferenz auch die Rolle der deutschen und anderer europäischer Sprachen in einer globalisierten Wissenschaft sowie die Möglichkeiten einer besseren Vernetzung durch die digitale Revolution. Diese ermögliche unmittelbare Partizipation am internationalen Wissenschaftsdiskurs und vereinfache die grenzüberschreitende Kooperation.
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