Titelthemen
99/2012: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst - Wissenschaft ökonomisch betrachtet
- Wer zuerst kommt, mahlt zuerst
Der freie Wettbewerb wird es richten, so das Mantra der Ökonomen. Doch gilt dieses Patentrezept auch für die Wissenschaft? Ein Ausflug in einen Markt mit ganz eigenen Regeln, in dem die Leitwährung Reputation heißt und wo dabei sein wenig und Erster sein alles ist.
- Herdentrieb, Konkurrenz und vergessene Talente
Chancen und Risiken einer ökonomisierten Forschung. Kommentar von Helmut Schwarz
- „Wir sind keine Physiker“
Trotz Finanzkrise ist die Geschichte der Ökonomie eine wahre Erfolgsstory, meint der amerikanische Wirtschaftswissenschaftler Daniel Hamermesh. Ein Gespräch über die Treffsicherheit ökonomischer Theorien, ihren Nutzen im Alltag und über den Spaß am Lehren und Bloggen.
- Lehren aus der Krise
Die Ökonomen und ihre Prognosen stehen seit Beginn der Finanzmarktkrise in der Kritik. Die Disziplin nutzt dies als Chance, bestehende Instrumente zu verbessern und neue Modelle zu entwickeln, die beispielsweise auch das menschliche Verhalten und die Psychologie der Märkte berücksichtigen.
98/2011: Warum ist Aachen besser als New York? - Weshalb ausländische Top-Forscher nach Deutschland kommen
- Mein Laborhund
Was da in meinem künftigen Labor in der Ecke steht, gehört nicht zu einem Experiment. Das ist mein Hund Twister.
- Die großen Fragen
Was Forscher umtreibt und woran sie derzeit arbeiten: Wir haben ihnen über die Schulter geschaut – und erstaunliche Antworten gefunden.
- Auf zur Spitze!
Die besten Forscher sind weltweit heiß umkämpft. Deutsche Universitäten mischen immer öfter im Wettbewerb mit – und gewinnen reihenweise Top-Wissenschaftler.
- „Wir leben aus dem Wettbewerbsprinzip – oder wir leben nicht“
Wolfgang Herrmann, Präsident der Technischen Universität München, im Gespräch über die Berufungspolitik, über Neid unter Professoren – und über die Bedeutung von italienischem Essen.
- „Wir brauchen eine Willkommenskultur“
Wissenschaft als „Melting Pot“ des 21. Jahrhunderts: Wer die beste Idee hat, zeigt sich nur im internationalen Vergleich. Kommentar von Enno Aufderheide, Generalsekretär der Humboldt-Stiftung.
- Erfindungen made in Germany
Der Forschungsstandort Deutschland hat eine lange Tradition. Viele Innovationen von hier haben die Welt geprägt.
- Familienplanung für Wissenschaftler
Private Argumente spielen bei Berufungen oft eine entscheidende Rolle. Die Universitäten reagieren darauf – und bieten den Partnern von Forschern gleich auch eine Stelle an. „Dual Career“ heißt das neue Zauberwor.
- Ein Forscher und seine Erben
Alexander von Humboldt hat den Grundstein für wissenschaftliche Disziplinen gelegt, die auch heute noch brennend aktuell sind.
- Geht es wirklich nur ums Geld?
Was muss Deutschland tun, um Spitzenforscher anzulocken? Und wie kann sich die Wirtschaft einbringen? Es diskutieren: Lorraine Daston, Direktorin am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte, Arend Oetker, Präsident des Stifterverbands, und Helmut Schwarz, Präsident der Alexander von Humboldt-Stiftung.
- Warten auf ein neues Herz
Die Psychologin Gerdi Weidner untersucht, wie Herztransplantationen überflüssig werden.
- Senf und Gummibärchen
Wer als Wissenschaftler in Deutschland gearbeitet hat, wird danach in seiner Heimat zum inoffiziellen Botschafter der Bundesrepublik. Aber was nehmen die Forscher aus dem Alltag mit nach Hause? Wir haben sie nach ihrem Einkaufszettel gefragt.
97/2011: Glück
- Glücksgefühle
Gefühl, Zustand, Einstellung oder Ereignis – was ist eigentlich Glück? Obwohl es ein subjektives Gefühl ist, versuchen Wissenschaftler immer wieder, Glück objektiv zu messen und zu bestimmen, unter welchen Umständen Menschen am glücklichsten sind.
- Weltkarte des Glücks
Fortschrittliche Politiker plädieren dafür, neben dem Bruttosozialprodukt auch das Bruttosozialglück ihrer Länder zu messen. Genau damit beschäftigen sich auch verschiedene Glücksforscher. Ein Ergebnis ist die „World Map of Happiness“.
- Lernen macht glücklich
Sind glückliche Menschen gesünder, erfolgreicher und leben sogar länger als unglückliche? Der Psychiater Manfred Spitzer nimmt das Glück wissenschaftlich unter die Lupe und räumt mit der Behauptung auf, dass mit der Schule der „Ernst des Lebens“ beginnt.
96/2010: 20 Jahre deutsche Einheit
- Liebesbriefe an Deutschland
Der amerikanische Fernsehjournalist Gil Pimentel kam als Humboldtianer im Jahr nach dem Mauerfall nach Deutschland. Über seine Eindrücke und die damals beginnende Liebesbeziehung zu seinem Gastland erzählt er in diesen fiktiven Briefen an seinen Förderer Alexander von Humboldt.
- Der verständnisvolle Bruder
Vielen Russen erschien die DDR als ein Paradies des Konsums und relativer Freiheit. Als sich das ostdeutsche Brudervolk für den Westen entschied, stieß dies in Russland überraschenderweise nicht auf Ablehnung, sondern weckte Sympathie, die bis heute anhält.
- Die Kunst war, morgens noch in den Spiegel schauen zu können
Der Chemiker Joachim Sauer gehört zu den Forschern aus Ostdeutschland, die sowohl vor als auch nach der Wende erfolgreich waren. Ein Gespräch über Erfolge und Ungerechtigkeiten der Wiedervereinigung sowie Forscherkarrieren zwischen Anpassung und kreativem Widerstand.
95/2010: Auf gepackten Koffern - Forschen im Zeitalter wissenschaftlicher Mobilität
- Das paradoxe Lob der Internationalität
Oft läuft das Lob der Internationalität auf ein Paradox hinaus. Einerseits wird die Herkunft eines Forschers als unbeachtlich für die Forschung bezeichnet. Andererseits soll es einen Zusammenhang zwischen der internationalen Besetzung einer Forschungseinrichtung und ihrer Qualität geben.
- Kein Land zu weit, kein Berg zu hoch
Zu Alexander von Humboldts Zeiten sprach man noch von Forschungsexpeditionen. Wenn heute von Forschermobilität die Rede ist, geht es längst nicht mehr nur um den Erkenntnisgewinn in fernen Ländern. Über die Motive wissenschaftlicher Wanderbewegungen zwischen Standortinteressen, Karrierezielen und fachlicher Vernetzung.
- Das große Abenteuer
Über tiefgefrorene Möbelwagen, das Ringen mit fremden Sprachen und Behörden, wissenschaftliches Provinzdenken und das Glück des Weltbürgertums. Der Erfahrungsbericht eines mobilen Forscherpaars.
94/2009: Karriere mit Hindernissen: Frauen in der Wissenschaft
- Zwischen Labor und Lätzchen
Humboldtianerinnen aus den unterschiedlichsten Ländern, Fächern und Karrierestufen berichten über ihre Erfahrungen. Das Ergebnis ist ein sehr persönliches, individuell geprägtes, nach strengen statistischen Kriterien sicherlich nicht repräsentatives, aber doch aufschlussreiches Bild.
- Wir verzichten auf jede Menge Grips
Nur etwa jede achte Spitzenstelle in der deutschen Forschung war 2007 mit einer Frau besetzt. Damit belegt Deutschland einen der hinteren Plätze im europaweiten Vergleich. Ein Gespräch mit der Chemikerin Katharina Kohse-Höinghaus über Ursachen und Gegenmittel.
93/2009: Forschung und Glauben
- Forschung und Glaube sind keine Gegensätze
Im Konflikt zwischen Kreationisten und Darwinisten prallen Fromme und Forscher aufeinander. Doch Wissenschaft und Religion taugen nicht für eine Neuauflage des Kampfes der Kulturen. Im Gegenteil, sie brauchen einander.
- Glaubensfrage Forschung
Forscher glauben vielleicht an Theorien, aber kaum an Wunder. Der Konflikt mit der Religion scheint deshalb vorprogrammiert. Dabei beschäftigen Glaubensfragen die Forscher untereinander schon genug.
- Vom Irrglauben der Sachlichkeit
Weshalb in der Literaturwissenschaft Überzeugung alles ist.
- Woran glauben Sie, ohne es beweisen zu können?
Diese Frage stellten wir vier Humboldtianern. Vier persönliche Antworten und Einsichten über die Rolle des Ungewissen, der Intuition und des Glaubens in der Forschung.
92/2008: Reisen in die Zukunft
- Reisen in die Zukunft
Blinde können wieder sehen, Krankheiten wie Malaria oder Alzheimer werden geheilt und Unwetter schon über Monate im Voraus sicher vorhergesagt: Acht Forscherinnen und Forscher aus unterschiedlichen Disziplinen folgten der Einladung, ihrer Phantasie freien Lauf zu lassen und die wichtigsten Aufgaben ihres Fachs, aber auch der Wissenschaft allgemein zu benennen und zu sagen, von welchen Entdeckungen der Zukunft sie träumen und vor welchen sie sich fürchten.
- Früher war die Zukunft bunter
Manchmal liegt die Zukunft in der Vergangenheit. Der Historiker Alexander Geppert im Gespräch über die Rolle von Utopien und Nostalgie in der Raumfahrt.
- Wir erleben die Janusköpfigkeit moderner Forschung
Ein Gespräch mit dem Chemiker und Präsidenten der Humboldt-Stiftung Helmut Schwarz über Zukunftsvisionen in der Chemie.
91/2008: Unendlich abstrakt, unglaublich konkret – Die Faszination der Mathematik
- Mathematik – keine Wissenschaft für sich
Mathematiker sind spröde Einzelgänger, die im stillen Kämmerlein über komplizierten Formeln brüten, so das gängige Klischee. Solche Vorurteile entstehen, weil die Mathematik eine abstrakte Sprache verwendet, die Laien abschreckt, sagen Mathematiker. Dabei ist Mathematik vielfältig, faszinierend und weltweit omnipräsent. Zeit, dass sich Wissenschaftler und Öffentlichkeit aufeinander zubewegen.
- Humboldts unbekannte Leidenschaft für Zahlen
Geht es nach den populären Biografien, hatte der Naturforscher Alexander von Humboldt mit Mathematik nie besonders viel zu tun. Doch tatsächlich förderte er sie nach Kräften.
- Zwischen Genie und Wahnsinn
Kennt man einen, kennt man alle. Wenn Forscher in Kinofilmen auftauchen sollen, kommen Drehbuchautoren immer wieder auf die gleichen Ideen. Es sei denn, es geht um die Mathematik. Weshalb Hollywood Helden liebt, die nichts als Zahlen im Kopf haben.
- Der Klang der Mathematik
Olga Holtz wurde 2006 mit dem Sofja Kovalevskaja-Preis ausgezeichnet. Daraufhin verließ sie Berkeley, um in Berlin zu arbeiten.
90/2007: Wissen schafft Entwicklung
- Zehn Jahre Wachstum - Welche Früchte trägt das Georg Forster-Programm?
Seit 1997 fördert die Humboldt-Stiftung Wissenschaftler aus Entwicklungsländern mit dem für sie maßgeschneiderten Georg Forster-Forschungsstipendium. Sechs persönliche Erfolgsgeschichten.
- Wir brauchen einen Ehrenkodex
Der nigerianische Linguist Bassey Antia und der deutsche Wirtschaftswissenschaftler Michael Kirk im Gespräch über gegenseitiges Lernen und wissenschaftliches Fair Play zwischen Nord und Süd sowie Projekte, die das Versprechen der Nachhaltigkeit wirklich einlösen.
- Wissenschaftskooperationen als Motoren für Entwicklung
Dass wissenschaftliche Entwicklung keine Einbahnstraße sein muss, beweist das Georg Forster-Forschungsstipendienprogramm. Die Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung zieht Bilanz.
- Die Wunderpflanze
In Nigeria soll sie Mangelernährung vorbeugen, in Europa helfen, einheimische Früchte resistent gegen die Folgen des Klimawandels zu machen. Odunayo Adebooye erforscht die Schlangentomate.
- Nachgehakt: Bilanz aus Sicht der Stipendiaten
Wie ergeht es Georg Forster-Forschungsstipendiaten nach ihrem Aufenthalt in Deutschland? Wie viele Alumni kehren wieder zurück in ihr Herkunftsland, welchen Problemen begegnen sie und welche Chancen eröffnen sich ihnen? Ergebnisse einer Umfrage.
- Der hohe Preis der Sicherheit
Wegsperren, und zwar für immer, schallt es nicht nur von deutschen Stammtischen, wenn es um rückfallgefährdete Straftäter geht. Wie gehen die deutsche und die argentinische Justiz mit diesem heiklen Thema um?
- Erdbebensichere Häuser für Entwicklungsländer
Starke Erdbeben sind trotz aller bisherigen Forschung verheerend, vor allem in Entwicklungsländern. Erdbebensichere Wohnhäuser wären nötig, doch sie werden nicht gebaut. Fachwerkhäuser könnten das Problem lösen. Iranische und deutsche Forscher stießen auf das ungeahnte Potenzial der altertümlichen Architektur.
- Netzwerk für Nachhaltigkeit
Amina Saied und Jens Gebauer leben das Humboldt-Netzwerk und engagieren sich für gemeinsame Ziele: Ressourcen vor Ort nutzen, Biodiversität bewahren und jungen Forschern einen Weg durch den wissenschaftlichen Dschungel weisen.
89/2007: Kontinent der Geisteswissenschaften
- Außenansichten: Willkommen im Garten Eden
Als selbstkritisch gelten sie, die Deutschen. Germanisten und Historiker machen hier keine Ausnahme - auch und gerade im eigens ihnen gewidmeten Wissenschaftsjahr der Geisteswissenschaften. Zeit für eine Lobrede aus der Perspektive ausländischer Wissenschaftler, die sich in Deutschland fühlen wie im Paradies.
- Innenansichten: In der Forschung hui, in der Lehre pfui
Mit seinen Empfehlungen zur Lage der Geisteswissenschaften in Deutschland hat der Wissenschaftsrat Stärken und Defizite klar benannt und Vorschläge für Verbesserungen gemacht.
- Nur keine Berührungsangst!
Weshalb ein Astrophysiker durchaus als Goethe-Experte taugen kann. Der Germanist Walter Hinderer spricht im Interview über seinen Austausch mit Naturwissenschaftlern und über das Selbstverständnis seiner Disziplin an der amerikanischen Eliteuniversität Princeton.
- Eine innere Angelegenheit
Was für den Westen Provokationen sind, gilt der iranischen Politik als Ausweis nationaler Souveränität. Jennifer Jenkins über den historischen und den neuen Nationalismus im Iran als Ursache aktueller Konflikte.
- "Indien und China werden die USA einholen."
Mit seinen Prognosen zur internationalen Politik ist er einer der einflussreichsten Autoren in den Vereinigten Staaten. Der britische Historiker Paul Kennedy von der Universität Yale gilt als Ideengeber der Clinton-Ära und engagierter Internationalist. Ein Gespräch über Indien und China als kommende Supermächte, die Wahrscheinlichkeit militärischer Konflikte, den Pokerspieler Wladimir Putin und die verkannten Stärken der Europäer.
- Neue Regeln für die alternde Gesellschaft
Die Japaner werden immer älter - und stellen damit ihr Rechtssystem vor neue Herausforderungen. Das neue Vormundschaftsrecht orientiert sich an Erfahrungen aus Deutschland und soll ein Altern in Würde und Selbstbestimmtheit ermöglichen.
88/2006: Das Rennen um die Qualität
- Wir brauchen maßgeschneiderte Evaluationen
Ein Gespräch mit dem Generalsekretär des Wissenschaftsrates Wedig von Heyden über das grassierende Evaluationsfieber, Träume von einem deutschen Harvard und die Zukunft der wissenschaftlichen Qualitätskontrolle.
- Bolognese à l'Africaine
Wenn es darum geht, die Hochschulen auf Qualität zu trimmen, verfahren afrikanische Universitäten nach denselben Rezepten wie die Europäer. Bologna, so scheint es, ist überall.
- Der Sinn des Lebens: h
Es gibt einen neuen Platzhirsch im Revier der Forscherindices. Mit einer einzigen Kennzahl soll fortan alles gesagt sein, was es über die wissenschaftliche Leistung eines Forschers zu sagen gibt.
- Mut zur Muße
Weil sich ihre Erfolge so schlecht messen lassen, suchen die Geisteswissenschaftler ihr Heil im noch emsigeren Forschen, Lehren und Studieren. Doch gerade im Müßiggang, im Ausprobieren und im vermeintlichen Leerlauf entstehen oft die besten Ideen - wie ausgerechnet Naturwissenschaftler ihren verzagten Kollegen bestätigen könnten.
- Die Chemie stimmt - auch wenn's mal kracht
Jeder Humboldtianer muss ihn passieren: Der Auswahlauschuss der Stiftung entscheidet, wer Stipendiat wird und wer nicht. Ein Insiderbericht.
- Erfolgreich gegen den Strom
Die meisten deutschen Postdoktoranden, die ins Ausland wollen, zieht es in die Vereinigten Staaten. Der hohen wissenschaftlichen Qualität und der besseren Karrierechancen wegen. Dass es auch anders geht, zeigen folgende Beispiele.
- Vom Historiker zum Kulturmanager
Die ungarischen Universitäten stellen auf Bachelorstudiengänge um. Ein Systemwechsel mit offenem Ausgang für die Qualität von Lehre und Forschung.
87/2006: Wissenschaft und Politik
- Politikberatung ist eine wissenschaftliche Pflicht
Der Soziologe Peter Weingart über die Sehnsucht der Politik nach klaren Verhältnissen, über Gutachten, die in der Schublade verschwinden, und Wissenschaftler, die sich als Politiker versuchen.
- Uns droht ein großer Rückschlag
Die Stammzellforschung in den USA steht unter Druck. Während die Patienten wirkungsvolle Therapien in kurzer Zeit erwarten, wollen konservative Politiker die Forschung streng beschränken. Der Stammzellforscher David Anderson über seine Disziplin, die zum Politikum geworden ist.
- Die Stunde der Experten
Bei den Beitrittsverhandlungen der Europäischen Union mit der Türkei schlägt die Stunde der wissenschaftlichen Politikberater. Zu den gefragten Experten gehören zwei Humboldtianer.
- Gewinne die Herzen und den Verstand
Im Dialog mit der islamischen Welt: Gemeinsamkeiten, Unterschiede und neue Ideen in der Public Diplomacy auf beiden Seiten des Atlantiks. Ein deutsch-amerikanischer Strategievergleich.
- Wir sollten uns nicht mit Amerika vergleichen
Als Widerstandskämpfer gegen das Apartheidregime war er gemeinsam mit Nelson Mandela auf Robben Island inhaftiert. Heute gilt der Erziehungswissenschaftler Neville Alexander als einer der wichtigsten Intellektuellen und Bildungsexperten Südafrikas. Ein Gespräch darüber, was Wissenschaft und Politik verbindet und welches Bildungssystem Südafrika braucht, um international wissenschaftlich konkurrieren zu können.
86/2005: Die Macht der Bilder
- Wir denken in Bildern
Bilder spielen in der japanischen Literatur eine große Rolle, von den klassischen Dichtungen bis zur U-Bahnlektüre von heute. Ein Gespräch mit dem Germanisten Teruaki Takahashi über japanische Traditionen, den Einfluss der Europäer und die Liebe der Japaner zu Comic-Heftchen.
- Von den Kreuzfahrern zu Al Qaida
Gegenseitige Feindbilder vergiften nicht erst seit dem 11. September 2001 die Beziehungen zwischen westlicher und islamischer Welt. Bei der gegenseitigen Verunglimpfung setzt man auf Tradition. Ein Gespräch mit der Kunsthistorikerin Lucy-Anne Hunt über die Renaissance des Kreuzfahrerbildes und seine historischen Wurzeln.
- Wenn aus Forschung Kunst wird
Flüssigkristalle beobachtet man unter einem Polarisationsmikroskop im Labor. Doch eigentlich gehören sie in Kunstgalerien.
- Wer hat hier eigentlich gewonnen?
Mit ausgeklügelten Werbekampagnen versuchten die deutschen Parteien bei der Bundestagswahl auch noch das letzte Prozent an Wählerstimmen herauszukitzeln - und landeten in einer Pattsituation. Kein Wunder, meinen russische Beobachter. Ein deutschrussischer Wahlkampfvergleich.
- Lernen von Cusanus
Sie sind versessen auf Sendezeiten und kritisieren doch die Bilderflut der Mediendemokratie: Moderne Politiker sitzen anno 2005 in der Bilderfalle. Die Ideen eines Philosophen aus dem 15. Jahrhundert könnten ihnen helfen.
- Wir schauen dem Gehirn beim Denken zu
Bildgebende Verfahren haben die Hirnforschung revolutioniert und in die öffentliche Diskussion gebracht. Ein Gespräch mit dem Neurologen Hans-Jochen Heinze darüber, weshalb die bunten Bilder vom Hirn so suggestiv sind, zu welchen neuen Therapien sie führen und wie die Hirnforschung in Zukunft auch Gesunden helfen könnte.
85/2005: Wanderungen
- Erfolgsmodell aufs Spiel gesetzt
Im Wettbewerb um die besten Köpfe liegen die Vereinigten Staaten seit langem an der Spitze. Doch die Vorherrschaft bröckelt. Die Gründe hierfür sind hausgemacht. Während das amerikanische Erfolgsmodell im eigenen Land aufs Spiel gesetzt wird, inspiriert es die Konkurrenz.
- Der Traum von Amerika und die Lust auf Europa
Ursprünglich wollte der Historiker Sven Beckert nur zwölf Monate an der New Yorker Columbia University studieren und dann nach Deutschland zurückkehren. Doch aus einem Jahr wurden achtzehn. Nun ist Beckert als Friedrich Wilhelm Bessel-Forschungspreisträger erstmals für längere Zeit wieder in Deutschland. Ein Gespräch über die Vorzüge amerikanischer Universitäten, die Frustration deutscher Doktoranden und die neu entdeckte Lust auf ein Leben in Europa.
- Den steinernen Schnecken auf der Spur
Es gibt ihn noch, den Forschungsreisenden, der auf den Spuren Humboldts die Erdteile bereist und dort zu Hause ist, wo er sein Zelt aufschlägt. Der französische Paläontologe Denis-Didier Rousseau berichtet von seiner Arbeit.
- Wissenschaftler an die Macht
Der chilenische Politikwissenschaftler Carlos Huneeus war der erste Botschafter der Regierung Aylwin in Deutschland. Ein Gespräch über die Wanderung zwischen Politik und Wissenschaft.
- Das Geheimnis der fehlenden Forscher
Europa gehen die Wissenschaftler aus - schätzt die EU und will die Mobilität von Forschern fördern. Doch gesicherte Zahlen über die Wanderbewegungen in, nach und aus Europa gibt es nicht.
- Mittendrin - was für eine Chance!
Für die meisten westeuropäischen Wissenschaftler ist Polen ein unentdecktes Land. Das sollte sich ändern, meint Irena Lipowicz. Die Botschafterin für Deutsch- Polnische Beziehungen über das Bild ihres Landes in Europa, die harte Kur vor dem EU-Beitritt und Witze, über die junge Polen nicht mehr lachen können.
- Ausweg Ausland
Der Kampf gegen Braindrain genießt nicht überall Priorität. Die Bedingungen für iranische Wissenschaftler in ihrer Heimat fordern beinahe zum Auswandern auf.

Seitenanfang
Drucken