Leitbild der
Alexander von Humboldt-Stiftung
Exzellenz verbindet -
be part of a worldwide network
Unsere Arbeit
Wir fördern ausländische Spitzenwissenschaftlerinnen und Spitzenwissenschaftler, die mit unseren Forschungsstipendien und Forschungspreisen nach Deutschland kommen, um hier mit ihren deutschen Kollegen über längere Zeit zusammenzuarbeiten.
Humboldt-Forschungsstipendien und -Forschungspreise genießen weltweit hohes Ansehen. Es ist etwas Besonderes, Humboldtianer zu sein. Deshalb betreuen wir jeden Einzelnen von ihnen individuell und flexibel. Sie sollen sich mit ihren mitreisenden Familien in Deutschland wohl fühlen und sich ganz auf ihre Arbeit konzentrieren können. Wissenschaftlicher Erfolg für Gast und Gastgeber und ein auch persönlich bereichernder Aufenthalt sind das Ziel. Humboldtianer und ihre Familien nehmen ein genaues Bild ihres Gastlands mit nach Hause und sind dort Botschafter für Deutschland als ein modernes und attraktives Wissenschaftsland.
Einmal Humboldtianer, immer Humboldtianer: Auch nach dem Aufenthalt in Deutschland halten wir mit unseren Alumni eine enge Verbindung. Hierfür bieten wir zahlreiche Fördermöglichkeiten an. Deutsche Nachwuchswissenschaftler können mit einem Stipendium der Stiftung als Gastwissenschaftler mit einem Humboldtianer im Ausland zusammenarbeiten und von unserem Netz genauso profitieren wie die gastgebenden Humboldtianer.
Unsere Werte
Wissenschaftliche Exzellenz ist unser wichtigstes Kriterium bei der Auswahl neuer Humboldtianer. Es gibt keine Quoten, weder für einzelne Länder noch für einzelne akademische Disziplinen. Unsere Auswahlgremien mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aller Fachrichtungen entscheiden unabhängig und allein nach wissenschaftlicher Qualität der Bewerber.
Wir fördern Personen und keine Projekte. Denn auch in Zeiten zunehmender Teamarbeit bleiben das Können und der Einsatz des Einzelnen entscheidend für wissenschaftlichen Erfolg.
Wir verstehen uns und alle von uns Geförderten als eine weltweite Familie, die getragen wird von Vertrauen und Verbundenheit, ein Leben lang.
Wir unterstützen Innovation durch wissenschaftliche Unabhängigkeit. Humboldtianer wählen ihre Gastgeber und ihre Forschungsthemen frei und arbeiten ohne Vorgaben der Stiftung.
Unsere Perspektiven
Forschung findet heute mehr denn je international und im starken Wettbewerb der Standorte statt. Wir verbessern unsere Angebote für die weltweit umworbenen Forscher deshalb ständig, um die Besten der Besten zu gewinnen und so die Forschung in Deutschland zu stärken. Hierzu engagieren wir uns auch gemeinsam mit verschiedenen Partnern im internationalen Marketing für den Forschungsstandort Deutschland und bauen die Zusammenarbeit mit der Europäischen Union und ihrer Forschungs- und Mobilitätsförderung kontinuierlich aus. Mit unseren traditionellen Stärken, aber auch mit neuen Ideen und Initiativen tragen wir dazu bei, dass Deutschland eine erste Adresse für die internationale Wissenschaftselite ist.
Zugleich unterstützen wir den internationalen Kulturdialog als langfristige Friedens- und Sicherheitspolitik und nutzen hierfür unser Netz der Verständigung. Mit einem auf die Bedürfnisse von Forschern aus Entwicklungsländern zugeschnittenen Programm oder Initiativen für Mittel- und Osteuropa oder im europäisch- islamischen Kulturdialog reagieren wir auf spezifische regionale und politische Anforderungen.
Für beides, das Werben für die Forschung in Deutschland genauso wie die politische Dimension unserer Arbeit, nutzen wir unser größtes Kapital: das weltweite Netz der Humboldtianer und seine zahlreichen Vertreter nicht nur in wichtigen wissenschaftlichen, sondern auch in hohen und einflussreichen politischen Positionen.
Unsere Wurzeln
Alexander von Humboldt war ein Entdecker und Kosmopolit, ein Streiter für die Freiheit der Forschung, ein Humanist und Förderer exzellenter Wissenschaftstalente. Kurze Zeit nach seinem Tod wurde 1860 die Alexander von Humboldt-Stiftung für Naturforschung und Reisen gegründet. Sie unterstützte bis zum Verlust des Stiftungskapitals in der Inflationszeit 1923 vor allem Forschungsreisen deutscher Wissenschaftler in andere Länder. Im Geist Humboldts sollte sie mithilfe des wissenschaftlichen Austauschs Grenzen überwinden und die internationale Verständigung fördern. 1925 gründete das Deutsche Reich eine neue Alexander von Humboldt-Stiftung. Ihr Zweck war, vor allem ausländische Studenten und später auch Wissenschaftler und Doktoranden während ihres Aufenthalts in Deutschland zu unterstützen. 1945 stellte diese Stiftung ihre Tätigkeit ein. Auf Anregung auch ehemaliger Humboldt-Gastwissenschaftler wurde die heutige Alexander von Humboldt-Stiftung am 10. Dezember 1953 von der Bundesrepublik Deutschland gegründet.
Der Verständigung und der wissenschaftlichen Freiheit und Exzellenz sind wir bis heute verpflichtet. Nach dem Vorbild Humboldts pflegen wir ein internationales Netz der wissenschaftlichen Zusammenarbeit und des Vertrauens. Weltweit verbindet es mehr als 25.000 Humboldtianer, unter ihnen 48 Nobelpreisträger.
Die Alexander von Humboldt-Stiftung wird gefördert vom Auswärtigen Amt, dem Bundesministerium für Bildung und Forschung, dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit sowie von weiteren nationalen und internationalen Partnern.

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