Pressemitteilung

Humboldt-Stiftung steht ein für Demokratie, Menschenrechte und Weltoffenheit

Die Stiftung positioniert sich klar gegen Rechtsextremismus und Rassismus. Sie ist erschüttert über die im Januar durch das Recherchenetzwerk Correctiv bekannt gewordenen Vertreibungspläne.

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Schemenhafte, bunte Menschenmenge
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Die Alexander von Humboldt-Stiftung steht ein für Demokratie, Menschenrechte und Weltoffenheit. Niemals darf sich die systematische Vertreibung und Ermordung von als nicht zugehörig deklarierten Menschen und Andersdenkenden wiederholen. Anlässlich des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am vergangenen Wochenende wendet sich die Humboldt-Stiftung mit aller Entschiedenheit gegen politischen Extremismus, der die Bevölkerung in erwünschte und unerwünschte Gruppen unterteilt.

Die Humboldt-Stiftung fördert Wissenschaftler*innen, unabhängig von Nationalität oder Fachrichtung. Gerade in der Zusammenarbeit von Menschen mit unterschiedlichen Perspektiven liegen große Chancen für die Wissenschaft und für die Demokratie. Ein wichtiges Ziel der Gründung der Stiftung 1953 war es, nach dem zweiten Weltkrieg im Ausland Vertrauen in Deutschland zurückzugewinnen.  

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„Das Grausame kann wieder kommen“

In unserem Netzwerk gibt es viele Stimmen, die sich für demokratische und diverse Gesellschaften einsetzen. Der französische Filmemacher und Autor Marc Sagnol  über den „vergessenen Holocaust“ in Osteuropa und die Macht der Erinnerung zum internationalen Holocaust-Gedenktag.

Interview mit Marc Sagnol

„Forschung ist auch Mittel der Völkerverständigung und der Diplomatie. Deutschland ist ein international vernetzter und hochattraktiver Wissenschaftsstandort geworden. Forschende aus aller Welt schätzen die Sicherheit und Weltoffenheit in Deutschland und profitieren von der hier gelebten Wissenschaftsfreiheit. Und Deutschland profitiert von ihnen. Verspielen wir das gewonnene Vertrauen nicht“, mahnt Stiftungspräsident Robert Schlögl und hebt die Willkommenskultur der Humboldt-Stiftung hervor: „Die Willkommenskultur ist Teil unserer DNA, seit Jahrzehnten setzen wir uns dafür ein. Gesellschaft und Wissenschaft brauchen den Austausch unterschiedlicher Positionen, die Vielfalt diverser Ansichten, um sich zu entwickeln. Halten wir unsere Gesellschaft offen und wehren uns gegen Angriffe auf die Demokratie und Rechtsstaatlichkeit.“

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Kulturelle Diversität ist eine Voraussetzung für geistiges Leben, keine Belastung. Wie ihre Partnerorganisationen in der deutschen Wissenschaftsförderung ist auch die Humboldt-Stiftung überzeugt, dass globale Probleme unserer Zeit nur gemeinsam gelöst werden können, in internationaler und interdisziplinärer Zusammenarbeit. Sie solidarisiert sich mit den Menschen, die in ganz Deutschland auf die Straße gehen und sich für Demokratie und gegen Rechtsextremismus engagieren.

(Pressemitteilung 2/2024)

Jährlich ermöglicht die Alexander von Humboldt-Stiftung über 2.000 Forscher*innen aus aller Welt einen wissenschaftlichen Aufenthalt in Deutschland. In weltweit über 140 Ländern pflegt die Stiftung ein fächerübergreifendes Netzwerk von mehr als 30.000 Humboldtianer*innen – unter ihnen 61 mit Nobelpreis.

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